Die ersten Kehren beginnen gleich außerhalb des Ortes Caldonazzo, und unser Rat ist, dort erst nach einem guten Aufwärmen anzukommen. Wenn du den Menador mit dem Auto befährst, wird dir der Anstieg extrem steil erscheinen. Mit dem Fahrrad hingegen ist er genau so, wie ein Radsportler ihn erwartet und sich wünscht: anspruchsvoll und herausfordernd – und vor allem nahezu verkehrsfrei. Ein wahres Juwel. Um mit Freude hinaufzufahren, ist es wichtig, einen gleichmäßigen Rhythmus zu halten, ohne ruckartig zu beschleunigen. Nach den ersten Rampen lichtet sich der Wald und macht Platz für Felsen und steile Abhänge des Monte Pegolara.
Der Rat, besonders wenn du den Anstieg zum ersten Mal in Angriff nimmst, lautet: Mach dir nicht zu viele Gedanken über die Daten deines Fahrradcomputers. Vergiss die Stoppuhr und tritt in die Pedale, während du dich auf die Landschaft konzentrierst und einen Ort genießt, der zeitlos wirkt. Die Stille herrscht, und die Geräusche des Waldes werden nur vom Atem und vom leisen Rollen der Reifen auf dem Asphalt unterbrochen.
Etwa auf halber Strecke wirst du von zwei kurzen Tunneln „verschluckt“, zwei mit Pickeln in den Fels gehauenen Durchbrüchen der Alpini-Truppen; danach folgen noch zwei Kehren, anspruchsvoller als die vorherigen. Eine der letzten Kurven bietet einen Aussichtspunkt, von dem aus man das Panorama ins Tal genießen kann – als könnte man sich von dort direkt in den See stürzen.